Royale Aussichten – mein Lieblingsspaziergang durch Brüssel

Brüssel zu Fuß erkunden. Ein Spaziergang entlang der Rue Royale. Hier der Blick vom Place Royale in Brüssel über die Stadt.

 

Wer hier öfters reinliest, weiß es bereits: bei einer Städtereise sind meine Füße mein liebstes Fortbewegungsmittel. Und in Städten, in den ich mich länger als nur ein paar Tage aufhalte, entdecke ich meist ziemlich schnell eine Route, die ich am liebsten mag und auf die dann auch jeder Besucher mitgeschleppt wird.

 

In Brüssel gibt es eine solche Lieblingsroute für mich, denn von Sommer 2010 bis zum Sommer des Folgejahres habe ich dort ein Jahr lang gelebt. Und heute schleppe ich euch zumindest virtuell mit auf meinen Lieblingsspaziergang.  

 Los geht’s an der U-Bahn-Haltestelle Botanique, direkt am Eingang zum Botanischen Garten. Aber bevor wir in Richtung urbaner Dschungel abbiegen, noch ein kleiner Hoteltipp für alle, die eine stylisch-lässige Unterkunft suchen. Das Hotel BLOOM – ein Designhotel mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis – liegt direkt neben dem Botanischen Garten von Brüssel.

 

Die Außenanlagen des Botanischen Gartens sind kostenfrei zugänglich und man gelangt direkt vom Ausgang der U-Bahn in den oberen Teil des Gartens. Gerade an Sonnentagen macht es besonders viel Spaß, mitten in der Stadt (direkt hinter der Mauer zum Botanischen Garten verläuft die Stadtautobahn) ins Grüne abzutauchen, sich auf eine der vielen Bänke zu lümmeln und seinen Gedanken nachzuhängen.

 

Wir aber wollen ja noch mehr von Brüssel sehen und so machen wir uns nach einem Rundgang durch den Jardin Botanique wieder auf zu den Treppen, die uns nicht nur zum U-Bahn-Eingang, sondern auch auf die Rue Royale zurückbringen. Die Rue Royale führt in die Brüsseler Innenstadt und auch direkt zum Königspalast (der übrigens in Belgien verglichen mit anderen Königshäusern nicht ganz so imposant ausfällt. Aber das ist auch nicht schlimm. Es ist definitiv nicht die Hauptattraktion unseres Spaziergangs).

 

Zunächst überqueren wir den sechsspurigen Boulevard du Jardin Botanique und gelangen in einen nicht ganz so schönen Teil der königlichen Straße. Zu Beginn dominieren die Hochhäuser der hier ansässigen Banken. Sobald wir diese hinter uns gelassen haben, wechseln sich leerstehende Shops, Nachtclubs, Abbruchhäuser und Hipster-Läden ab.

Je mehr wir uns dem Park de Bruxelles auf der linken Seite der Rue Royale nähern, desto eher wird das Bild von Stadtvillen, Konsulaten, prächtigen Regierungsgebäuden und Anwaltskanzleien geprägt.

 

Sobald wir am Park angekommen sind, lohnt sich auch hier ein Abstecher. Direkt vom oberen Ende des Parks aus gelangen wir dann zum Königspalast. Wie vorher schon angedeutet, ist das Gebäude in meinen Augen kein architektonisches Highlight. Am Palast bleiben wir auf der Rue Royale, wechseln aber die Straßenseite. Denn vom Place Royale aus – an dem wir uns nach wenigen Metern befinden – haben wir einen gigantischen Blick über den darunterliegenden Jardin du Mont des Arts, die angrenzenden Museen sowie die Brüsseler Innenstadt.

 

Auch wenn es verlockend aussieht, am Musée des Instruments de Musique biegen wir nicht den Hügel hinunter ab, sondern gehen noch zwei Querstraßen weiter zur Rue Bodenbroek.

 

Hier geht’s rechts rein nach Sablon, einen der edelsten und teuersten Stadtteile Brüssels. Neben Antiquitätenhändlern finden sich hier auch die besten Chocolatiers der Stadt. Darunter auch mein absoluter, absoluter Lieblingschocolatier Pierre Marcolini.

 

 

Zum sehenswerten Laden von Pierre Marcolini kommen wir, wenn wir die Rue Bodenbroek hinuntergehen bis zum Kreisverkehr und dann hinübergehen zur Rue des Minimes. Im Eckhaus versteckt sich auf drei Etagen das Paradies für Schokoliebhaber. Fühlen werdet ihr euch hier wie in einem Juwelierladen, so schick ist die Einrichtung. Ähm ja, und auch die Preise erinnern ein wenig daran ;-). Aber solchen Schokoluxus gönnt frau sich ja nicht alle Tage, also schlagt zu – diese Qualität findet ihr in Deutschland nicht so schnell wieder. Außerdem hält ein hoher Schokoladenanteil in Süßigkeiten ja auch jede Menge Antioxidantien bereit. Im Grunde machen wir hier also einen Wellness- und Gesundheitsabstecher.

 

 

Nach so viel Genuss brauchen wir jetzt wieder etwas Bewegung. Da passt es doch prima, dass es nun bergauf geht. Wir gehen allerdings nicht zurück zur Rue Royale, sondern bleiben auf der Rue des Minimes, biegen links ab in die Rue Watteeu und kurze Zeit später rechts in die Rue Ernest Allard. Nach wenigen Minuten erreichen wir den Place Poelaert.

 

Von hier aus haben wir wieder eine großartige Aussicht über die Innenstadtbereiche. Diesmal deutlich freier und weiter, da nicht durch die nebenstehenden Häuser begrenzt wie am Place Royale.

 

Unser Brüssel-Spaziergang endet heute hier, ihr habt aber vom Place Poelaert aus alle Möglichkeiten, Brüssel weiter zu erkunden. Je nachdem, wonach euch gerade ist. Shopping am Boulevard de Waterloo. Altstadtfeeling entlang der Rue Haute. Auf ein Bier in eine der nahegelegenen Brasseries.

 

Falls ihr euch für letzteres entscheidet, probiert unbedingt eines der Fruchtbiere (anders als in Deutschland darf in Belgien Bier auch mit und aus Früchten gebraut werden). Ich bin kein Biertrinker, aber mit den beiden Sorten Kriek (Kirsche) und Framboise (Himbeere) konnte ich mich sehr gut anfreunden. Also, trinkt eins für mich mit!

 

 

Habt ihr weitere Tipps für Brüssel? Dann nix wie rein damit in die Kommentare!

 

 

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