Solo im Restaurant – fünf Wohlfühltipps

Allein essen im Restaurant - fünf Wohlfühltipps

Allein essen zu gehen ist quasi mein Endgegner auf Reisen. Bin ich noch so gern allein unterwegs, besteht doch ein rundum gelungenes kulinarisches Erlebnis für mich meist auch aus der guten Gesellschaft, in der ich die Speisen, Getränke (und begleitenden Gespräche) genieße.

Da mir aber auch auf einer Soloreise richtig gutes Essen wichtig ist, habe ich über die Jahre einige Strategien entwickelt, die das Solo-Dining für mich deutlich angenehmer machen.

 

 

Hier kommen meine Tipps für deinen nächsten Solo-Besuch im Restaurant:  

 

Ein Platz an der Sonne

Egal, ob draußen oder an der großen Fensterfront, das Treiben in der Umgebung zu beobachten ist gerade in fremden Städten eine ganz wunderbare Beschäftigung während du auf dein Essen wartest. Auch das Ausdenken von Geschichten zu den Personen, die dir auffallen, macht sehr viel Spaß. Wohin geht wohl der Businessmensch in seinem schicken Maßanzug? Zu einem wichtigen Termin mit einem neuen Kunden? Oder vielleicht ins Luxushotel nebenan auf ein romantisches Treffen mit seiner Geliebten? Worüber streitet das junge Pärchen dort an der Ecke? Für wen sind die Blumen bestimmt, die aus dem Einkaufskorb einer älteren Dame ragen? Ein Platz am Fenster in einer belebten Gegend garantiert Peoplewatching at it’s best.

Aber auch die anderen Gäste im Restaurant haben jede Menge Ablenkung für dich zu bieten: wie viele Paare kannst du beobachten, die sich nichts zu erzählen haben, sondern über ihre jeweiligen Smartphones lieber mit Leuten interagieren, die nicht mit am Tisch sitzen?

 

Da bist du doch allein gar nicht so schlecht ab ;-) 

Dein idealer Begleiter

Wie? Moment mal! Hier sollte es doch um den Solo-Restaurantbesuch gehen!

Tut es auch immer noch, versprochen.

 

Ich spreche auch eher von literarischen Tischgesellen. Bücher (egal ob gedruckt oder auf dem E-Reader), Magazine, handliche(!) Zeitungen oder gern auch ein Reiseführer sind ideale Begleiter, um dir im Restaurant Gesellschaft zu leisten.  

 

Und du unterscheidest dich direkt auch von anderen Solo-Dinierenden, die einfach nur auf ihre Smartphones – oder sogar Laptops – starren.

Ab an die Bar!

Aktuell eher nicht möglich, aber nach Corona hoffentlich wieder ein beliebter Spot für Alleinesser: die Bar.

 

 

Den Barkeepern bei der Arbeit zusehen, ab und an ein Schwätzchen halten, sich zu den besonders empfehlenswerten Gerichten und Spezialitäten im Restaurant beraten lassen, einen passenden Drink empfohlen bekommen… An der Bar vergeht die Zeit wie im Flug und das Essen schmeckt dort genauso gut wie an den regulären Plätzen im Restaurant. 

Gönn dir was Gutes

Gerade wenn wir uns noch nicht sicher sind, dass wir uns auch allein im Restaurant wirklich gut fühlen werden, unseren Fluchtreflex noch nicht komplett im Griff haben, ist es sinnvoll, nicht nur schnell, schnell zur reinen Nahrungsaufnahme einzukehren, sondern sich auch solo für den kulinarischen Genuss Zeit zu nehmen.

 

Ich erinnere mich sehr gut an zwei Abende voller kulinarischer Höhepunkte und in sehr entspannter Atmosphäre, die ich allein dinierend in Danzig (zu meinem Geburtstag) und in einem Edelrestaurant in Riga verbracht habe.

Ich kann heute noch aufzählen, was genau ich gegessen und getrunken habe und wie angenehm der jeweilige Abend in den beiden Restaurants war.

 

 

Auch wer alleine speist darf sich einen Aperitif und neben dem Hauptgang natürlich auch ein sündiges Dessert gönnen bzw. ich korrigiere: auch wer allein speist, SOLLTE sich UNBEDINGT… 

Mindful eating

Genieße deine Mahlzeit ganz bewusst. Diese Aufforderung und gleichzeitig mein letzter Tipp soll den vorangegangenen erweitern. Gönn dir was Leckeres – und erfreu dich an jedem Bissen. Du erinnerst dich noch an die Beobachtungsaufgabe aus Tipp eins? Du wirst nicht nur feststellen, dass sehr viele Menschen sich nicht nur nicht mit ihrem Gegenüber unterhalten, sondern sich auch genauso wenig auf ihr Essen konzentrieren. Vielleicht wird vor dem ersten Probieren des Gerichts noch schnell ein Foto gemacht. Aber in den meisten Fällen wird das Smartphone dann nicht zur Seite gelegt, sondern ist ständiger Begleiter am Tisch – auch während des Essens.

 

Nimm also ganz bewusst das Gericht auf deinem Teller wahr. Welche Erinnerungen wecken die Gerüche? Was ist der erste Gedanke, der dir in den Kopf kommt, wenn du das Gericht probierst?

 

Würdest du es gern nachkochen? Du wunderst dich, wie das Fleisch so zart wurde? Frag den Kellner (oder in kleinen Lokalen direkt den Koch) nach einem Tipp! 

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