Klein & fein – Städtetrips in Europa abseits der Massen

Städtereisen in Europa abseits der Massen

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Overtourism war eines der reisebezogenen Schlagworte vor der Corona-Pandemie. Und sollte ich eine Vermutung äußern dürfen, dann wird es das in einigen Jahren auch wieder sein.

 

Wieso ist es so wichtig für uns, immer das zu machen, was die anderen auch machen? Immer das zu sehen, was die anderen auch sehen? Befeuert durch viele schöne Bilder auf Instagram nehmen wir stundenlanges Schlangestehen vor dem neuen Brunch-Spot in New York in Kauf, nur damit auch wir nach unserer Reise erzählen können, dass die veganen Eggs Benedict eigentlich gar nicht so der Hammer waren? Und wir am Katzentisch kurz vor den Toiletten saßen? Aber die Inneneinrichtung, die war wirklich toll! Hab ich auch gleich gepostet…

 

Bereichern solche Erlebnisse wirklich unsere Städtereisen?

 

Meine definitiv nicht und deshalb kommen hier einige Empfehlungen für das Reisen abseits der Massen – und ja, das ist auch im städtischen Kontext zu schaffen. Denn: es muss nicht immer die Weltmetropole sein. Kleinstädte sind häufig ganz groß, was den perfekten Städtetrip angeht.

Friedrichstadt statt Amsterdam

 

Gleich mit meinem ersten Tipp lehne ich mich weit aus dem Fenster. Wieso ich eine nur knapp 2.500 Einwohner zählende Stadt in Nordfriesland ernsthaft als Alternative zu Amsterdam empfehle?

 

Friedrichstadt ist sozusagen eine kleine holländische Enklave im Norden Deutschlands. 1621 von einem ehrgeizigen Herzog gegründet, der zum Aufbau einer Handelsmetropole niederländische Religionsflüchtlinge nach Nordfriesland holte. Diese brachten die typische niederländische Baukunst der Backsteinrenaissance mit Treppengiebelhäusern, wie wir sie eben auch aus Amsterdam kennen, nach Friedrichstadt.

 

Das holländische Flair ist auch heute noch bei jedem Schritt spürbar. Vor allem in der von Grachten und kleinen Brücken durchzogenen Kleinstadt lauern an jeder Ecke lohnenswerte Fotomotive.

Im Frühling und Sommer blühen unzählige Rosen in der ganzen Altstadt, die übrigens komplett unter Denkmalschutz steht.

 

Wasser ist nie weit in Friedrichstadt, da das „Klein-Amsterdam“ in Schleswig-Holstein gleich von zwei Flüssen eingerahmt wird. Auf beiden kannst du nicht nur Boot fahren, sondern auch Paddleboarden. Das geht natürlich auch auf den Grachten und macht hier im beschaulichen Friedrichstadt sicherlich mehr Spaß als auch den trubeligen Wasserwegen Amsterdams.

 

Für Genießerinnen gibt es kleine Manufakturen und Läden zum Stöbern und liebevoll geführte Cafés für eine Pause vom Entdecken. 

Ljubljana statt Paris

 

Was die Hauptstadt Sloweniens mit der Stadt der Liebe gemein hat? Jede Menge!

 

Wunderschön restaurierte Jugendstilfassaden. Ein Fluss mitten durch die Stadt, auf dem man auch Bootstouren machen kann und an dessen Ufern es sich ganz wunderbar flanieren lässt. Entlang von Bücherständen, Cafés und Weinläden.

 

Apropos: richtig gute Weine hat Slowenien ebenfalls zu bieten. Dazu gibt es weitere kulinarische Leckereien aus der Region.

 

Ljubljana summt vor kreativer Energie und Läden wie das IKA haben sich komplett auf Design aus Slowenien spezialisiert.

 

Wein und Design gibt es hier natürlich zu einem Bruchteil der Preise, die du in Paris dafür zahlen würdest. 

Alghero statt Rom

 

Entspanntes Schlendern auf der Stadtmauer, anstatt sich vor dem Pantheon die Füße platt zu stehen. Keine marktschreienden Touristenführer vor der Engelsburg. Keine sogar in der Nebensaison ausgebuchten Restaurants.

 

Die Qualität der Restaurants kann mit Roms hochgelobten Häusern auf jeden Fall mithalten und zudem noch mit sardischen Spezialitäten punkten. Fregola ist nur eine von vielen, die es sich zu probieren lohnt.

 

Du freust dich nicht nur über kulinarische Leckerbissen, sondern auch über welche fürs Auge? Als Hobbyfotografin oder -malerin wirst du die frühen Abendstunden in Alghero ganz besonders genießen. Die Lichtstimmung ist dann einfach magisch.

 

Und (zumindest für mich) mit das Beste: anders als Rom, liegt Alghero direkt am Meer. Wird es in Italiens Hauptstadt in den Sommermonaten schnell stickig, so weht hier im sardinischen Alghero meist eine angenehme Brise. 

Alcudia statt Palma de Mallorca

 

Viele von uns kennen Mallorca seit Jahren und kommen immer wieder gern auf die Insel. Aber genauso viele von uns kennen außer dem Lieblingsurlaubsort und natürlich Palma (zum Shoppen!) nur wenige der wirklich bezaubernden kleineren Städte der Insel.

Ganz oben im Nordosten versteckt sich Alcudia – Halt! Stop! Nicht die Bucht von Alcudia mit Port Alcudia und unzähligen Hotels, wenig Flair und kaum authentischem Bezug zur Insel.

 

Gemeint ist die Stadt Alcudia einige Kilometer weiter im Landesinneren. Hier ist selbst im Hochsommer, während sich auf Mallorca die Massen drängeln, ein angenehmer Stadtbummel (auch auf der Stadtmauer – unbedingt ausprobieren!) möglich. Kunst, Kultur, Kulinarisches. Wer auf Genuss steht, kommt in Alcudias Altstadt auf jeden Fall auf seine Kosten.

 

Hier liegen Galerien neben Interior Design Läden, kleinen Gastrobars und schicken Boutiquehotels, wie z.B. dem Can Mostatxins.

 

Die Abendstimmung auf der Stadtmauer mit Blick über die alten Gassen ist ganz besonders schön, weshalb definitiv nicht nur ein kurzer Tagesausflug nach Alcudia für Mallorcabesucher lohnt.

Gent statt Brügge

 

Brügge sehen und sterben… Ja, Brügge ist wirklich sehr schön. Und sehr voll. Mit Touristen. Und sehr teuer. Viel zu teuer meiner Meinung nach für das, was für das viele Geld dann auf dem Teller, im Glas oder in der Tasse landet. Abseits der großen Plätze und Touristenattraktionen ist es zugegebenermaßen ein wenig besser, aber richtig belgisches Flair könnt ihr auch in anderen, weniger bekannten Städten des kleinen Landes erleben.

 

Zum Beispiel in meiner ganz persönlichen belgischen Lieblingsstadt Gent.

 

Was ich an Gent so mag? Die vielen Flüsse, Kanäle und kleinen Gassen. Die schönen, individuellen Geschäfte, die unzähligen Möglichkeiten, draußen zu sitzen, die entspannte Lebensart auf den vielen Plätzen der Stadt. Die tollen Boutiquehotels – wie z.B. das 1898 The Post direkt am Wasser.

Und natürlich die Tatsache, dass frau nicht alle zehn Minuten einer Touristengruppe ausweichen muss. 

Dürfen es noch ein wenig mehr Städtetipps abseits der Massen sein?

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