Allein & achtsam reisen


Alleine zu reisen ist unter anderem deshalb eine interessante Erfahrung, weil man sich dabei selbst besser, anders, intensiver kennenlernt. Aber auch, wer nicht solo unterwegs ist, kann eine Reise dazu nutzen, nicht nur eine Stadt, eine Region oder ein Land für sich zu entdecken, sondern um Ballast aus dem Alltag ganz bewusst abzulegen oder eine neue Herangehensweise ans Thema Urlaub auszutesten.

Sei es, die digitalen Helferlein und Spielzeuge einfach mal zuhause zu lassen. Oder das Zuhause als Urlaubsort zu erleben. Ganz bewusst nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Oder eine Stadt ausschließlich zu Fuß zu erkunden. Ohne (Stadt)Plan.

Egal, was ihr ausprobiert - habt Spaß dabei! 


Winterlich, gemütlich, zauberhaft – Innsbruck in nur zehn Stunden entdecken

Innsbruck - Blick über den Inn auf die Berge

 

Innsbruck ist von München aus möglicherweise nicht der naheliegendste Tagesausflug, aber ganz sicher lohnenswert.

Denn die kleine Stadt am Inn ist nicht nur umgeben von traumhafter Bergkulisse, sondern sorgt mit einer schnuckeligen Altstadt, guten Shoppingmöglichkeiten und schönen Cafés schnell für Erholung.

 

Und für mich beginnt die Erholung bereits auf der Hinfahrt, denn ich setze mich nicht selbst hinters Steuer, sondern in einen Fernbus und lasse mich am frühen morgen von München aus in etwas mehr als zwei Stunden nach Innsbruck chauffieren.

Bereits kurz nach 9.30 Uhr hält der Fernbus in der Nähe des Innsbrucker Hauptbahnhofs. Von dort aus sind es nur wenige Gehminuten bis ins schöne Jugendstilviertel. Danach geht’s weiter in die Altstadt. Oder für mich: erstmal ans Wasser!

 

 

Hier in Innsbruck wartet zwar kein Meerblick auf mich, aber ein Flussblick, der es in(n) sich hat.

 

Spaziergang am Fluss entlang in Innsbruck
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Digital Detox im Urlaub – ich bin dann mal offline

Digital Detox: Digitales Entgiften im Urlaub

 

Eine komplette Woche lang kein Smartphone, kein Tablet, keinen Laptop am Start. Sprich: keine Möglichkeit, mal schnell einen Browser oder Apps zu nutzen. Der Urlaub bietet die perfekte Gelegenheit, eine Zeit lang auf die digitalen Begleiter zu verzichten und die permanente Erreichbarkeit zu kappen. Und dabei festzustellen: kein Internet? Kein Problem.

Für das digitale Entgiftungsprogramm gibt es heute sogar spezialisierte Hotels. Aber mit ein paar einfachen Tricks, ein bisschen Vorbereitung und – nun ja – Selbstdisziplin bekommt ihr Digital Detox auch ohne hochpreisiges Hotel-Special hin. Garantiert.

 

Meinen ersten digital Detox-Urlaub habe ich vor einigen Jahren auf Sylt gemacht. Smartphone und Laptop blieben zuhause. Meine SIM-Karte habe ich in ein uraltes Handy gesteckt, um im Notfall jemanden erreichen zu können. Das war’s. Wobei… ganz digitalfrei bin ich doch nicht nach Sylt aufgebrochen: meinen Kindle Paperwhite* hatte ich vollgepackt mit „das wollte ich schon ewig mal lesen“ Büchern und los ging es.

Und das ging erstaunlich gut. Von meiner gebuchten Ferienwohnung wusste ich, dass es zwar einen Fernseher und ein Festnetztelefon gibt, aber keinerlei Internetanschluss, geschweige denn WLAN. So kam ich gar nicht erst in Versuchung.

Das Festnetztelefon nutze ich hin und wieder für Anrufe bei meiner Familie, der Fernseher blieb weitestgehend ausgeschaltet. Denn die Bücher, die auf dem Kindle auf mich warteten, boten mehr als genug Unterhaltung.

Und schon nach Tag eins hatte ich nicht mehr das Gefühl, etwas Elementares zu verpassen.  Auch der Drang, sofort das Smartphone aus der Tasche zu holen, sobald ich mich auf einer Bank oder in einem Café niederließ, nahm stark ab.

 

Ein wunderbarer Nebeneffekt beim digitalen Entgiften während einer Reise: Man konzentriert sich wieder viel mehr auf das, was sich einem vor Ort bietet. Und kommt zurück zum ursprünglichen Grund für die Reise: mal raus aus dem Alltag, raus aus dem Gewohnten. Etwas Neues erleben, neue Erfahrungen machen, neue Menschen kennenlernen.  

All das fällt sehr viel leichter, wenn man nicht permanent auf einen Bildschirm starrt.

 

Plötzlich ist man nicht mehr ständig auf der Suche nach den besten Instagram-Motiven, jagt nicht dem nächsten Facebook-Like hinterher, checkt nicht alle fünf Minuten irgendwelche WhatsApp Nachrichten. Stattdessen lässt man sich mal wieder von echten Menschen im direkten Umfeld ein Restaurant empfehlen und nicht nur durch TripAdvisor.

 

Und wer nicht mehr das GPS nach dem Weg fragen kann, kommt vielleicht auch noch mit Einheimischen in Kontakt oder lässt sich einfach mal treiben. Und wer weiß, welche zauberhaften Begegnungen hier im Laufe der paar Tage digitalen Entzugs noch warten.

 

 

Also los, nutzt doch euren nächsten Urlaub auch mal fürs digitale Runterkommen. Ihr werdet euch sicherlich auch ein Stückweit selbst neu kennenlernen. Oder – falls ihr nicht alleine reist – eure(n) Mitreisenden. Denn: man hört sich und anderen wieder mehr zu. 

 

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Kurzurlaub zuhause – kennst du deine eigene Stadt?

Staycation - wenn wir Urlaub zuhause machen

 

Der Urlaub zuhause hat ein Upgrade bekommen: Staycation nennt sich eine Auszeit daheim jetzt. Klingt natürlich wesentlich cooler als der olle Urlaub auf Balkonien.

 

Aber wie cool ist es eigentlich wirklich, einige Tage Urlaub in der eigenen Stadt zu verbringen? Da kennt man doch schon alles. Und abschalten kann man auch nicht richtig, weil die Hausarbeit so offensichtlich auf einen wartet. Weil der Alltag so präsent ist.  

Lange Jahre war ich überzeugt davon, zuhause eben nicht die so dringend benötigte Erholung zu bekommen. Außerdem gab und gibt es draußen in der Welt so viele faszinierende Orte zu entdecken. Also bin ich weg. Jedes lange Feiertagswochenende, jeder Brückentag wurde genutzt. Ab in den Flieger und eine weitere europäische Stadt erobern. Irgendwann fiel mir auf, dass ich in all den Jahren, in denen ich in München lebe, noch nie an Ostern oder Pfingsten in der Stadt war.

 

Und ich blieb einfach mal da. Und freute mich darüber, wie angenehm leer München außerhalb der Altstadt an Ostern war. Plötzlich bekam ich einen Platz im gehypten Frühstückscafé. Konnte stundenlang in entspannter Atmosphäre durch Haidhausen schlendern und hatte die neue Ausstellung im Haus der Kunst fast für mich allein. 

 

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Slow Travel – so funktioniert langsames Reisen auch auf Kurztrips

 

Slow Travel, eines der Buzzwords der letzten Reisejahre. Langsames Reisen also. Aber was heißt das genau? Slow Travel stellt den Genuss und das Eintauchen in die lokale Kultur in den Vordergrund, nicht das Abklappern von Sehenswürdigkeiten. Ausgedehnten Kontakt mit Einheimischen, den täglichen Espresso im Lieblingscafé, das Einkaufen auf dem Wochenmarkt, die Teilnahme an regionalen Veranstaltungen, das Erlernen einiger Basics in der jeweiligen Landessprache. Im Grunde geht es darum, sich eher so zu fühlen, als würde man am besuchten Ort für eine Weile leben und ihn eben nicht als Tourist besuchen.

 

So funktioniert Slow Travel auch mit wenig Zeit.

 

Viele Langzeitreisende erkunden auf diese Weise - also langsam reisend - die Welt. Sie bleiben nicht nur zwei Nächte, machen einige Schnappschüsse von beliebten Sehenswürdigkeiten, essen ausschließlich in den im Reiseführer empfohlenen Restaurants und sitzen wieder im nächsten Flieger. Sie lassen sich Zeit und sie lassen sich ein. Auf lokale Gepflogenheiten, auf neue kulinarische Eindrücke. Auf das Einkaufen im Supermarkt, obwohl nicht immer klar ist, was genau man da gerade in den Einkaufskorb legt. Dass es bei einem vierwöchigen Aufenthalt gelingt, sich einen Ort oder eine Region intensiv zu erschließen, mit den Einwohnern in Kontakt zu kommen, die ausgetretenen Touristenpfade links liegen zu lassen, das ist nicht schwer vorstellbar. Aber wie kann langsames Reisen auch mit wenig Zeit funktionieren?

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Singapur bei Nacht – eine Foto-Lovestory

Immer am Fluss entlang ist das Motto dieses nächtlichen Spaziergangs in Singapur. Auf der Höhe des Clarke Quay mache ich mich auf, um am Singapore River entlang bis zu den Gardens by the Bay zu gelangen. Was tagsüber schon spannend ist, wird nach Einbruch der Dunkelheit zu einem atemberaubenden Anblick.

Singapur River in der Nähe des Clarke Quay
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London – fünf ganz persönliche Tipps für Kunst und Kulinarisches

Blick über die Themse auf St. Paul's Cathedral.

 

Wochenlang hatte ich mich vor meinem letzten Londonbesuch auf einen Nachmittag in der Tate Modern gefreut. Und als es endlich soweit war, war ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Das Gebäude direkt an der Themse hat was und der große Balkon des Cafés ist natürlich klasse… Aber die eigentliche Ausstellung: hhhmm, irgendwie lieblos.

Zumindest musste ich mich nicht darüber ärgern, horrenden Eintritt bezahlt zu haben, denn wie bei allen staatlichen Museen und Sammlungen in London ist auch der Besuch der Tate Modern kostenfrei.

Über die beiden Museen, die mich ganz besonders begeistert haben, erfahrt ihr mehr in den Tipps.

Was mich ebenfalls sehr begeistert hat, ist die kulinarische Entwicklung, die die Stadt in den vergangenen zehn Jahren durchgemacht hat. Meine neuesten kulinarischen Highlights gibt’s ebenfalls in den Tipps.

 

1) National Portrait Gallery

 

Was mich dort hineingetrieben hat, war ehrlicherweise ein heftiger Regenguss – aber dem Himmel sei Dank, denn dieser Besuch ist seither meine erste Empfehlung an alle Londonbesucher in meinem Freundeskreis. Auch Kunstmuffel entdecken sicherlich etwas, das sie anspricht. Und sei es nur das Porträt von Herzogin Kate ;-).

 

In der National Portrait Gallery hängen – wie der Name vermuten lässt – ausschließlich Porträts. Aus unterschiedlichsten Epochen, von unterschiedlichsten Künstlern, in unterschiedlichsten Stilrichtungen. Das „Who is Who“ des Britischen Empire ist vertreten – auch James Bond Darsteller sind mit dabei. Mir hat es viel Spaß gemacht, an diesem regnerischen Spätnachmittag an den vielen Gesichtern entlang zu schlendern und die Geschichten der Entstehung des jeweiligen Porträts zu entdecken.

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Sydney – sich einfach mal treiben lassen

Sydney, Blick auf die Oper

 

Mein Orientierungssinn ist nicht unbedingt preisverdächtig. Ehrlich gesagt, liegt er knapp über Null. Dennoch liebe ich es, in einer fremden Stadt auch mal ohne Stadtplan, Google Maps & Co. loszuziehen. Ohne vorher eine genaue Route festzulegen, die auf jeden Fall sicherstellt, dass ich dann sechzehn Sehenswürdigkeiten von einer imaginären Liste streichen kann. Ich mag es, mich einfach durch die Stadt treiben zu lassen, nach Lust und Laune zu entscheiden, wohin ich abbiege.

Nur so entdeckt man Ecken, die in keinem Reiseführer auftauchen. Und jaha, es besteht die große, große und ganz schreckliche Gefahr, auch mal eine total unspannende Straße entlangzulaufen. Oder in einem nicht so schönen Viertel zu laden. Aber ist das tatsächlich so schlimm?

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Madrid – die ideale Stadt für einen Solotrip

 

Gern alleine unterwegs? Oder noch nie alleine verreist? Egal ob Anfänger oder bereits Vollprofi was das Alleinreisen angeht, die spanische Hauptstadt bringt auf jeden Fall jede Menge Spaß.

 

Hier sind die top 5 Gründe, wieso Madrid perfekt für den Solotrip taugt:

 

 

1) Alles so wunderbar kompakt hier

 

Die bekannten und auch die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten Madrids sind alle fußläufig erreichbar. Und wer einen halbwegs funktionierenden Orientierungssinn hat, kommt vermutlich nach Tag 1 schon weitestgehend ohne Stadtplan zurecht.

 

Die Stadt hat zudem an wichtigen Plätzen auch Schilder und kleine Umgebungspläne zur Orientierung aufgestellt. Im Zweifelsfall bringt auch ein „Nach-dem-Weg-fragen“ bei einem Madrilenen nicht nur den gewünschten Richtungshinweis sondern auch einen kulinarischen oder kulturellen Geheimtipp.

 

Wer einfach losstromert, entdeckt in den Innenstadtvierteln zwischen Templo de Debod, Atocha, Parque El Retiro und Palacio Real schöne Plätze, nette Lädchen und interessant aussehende Restaurants (gerne schon mal für später merken – ach, wobei, spannende Tapaslokale, wie beispielsweise die Taberna del Volapié, lauern hier hinter fast jeder Ecke… ;-)).

 

Parks liegen in der Nähe zu Einkaufsstraßen, ein schöner Markt in direkter Nachbarschaft zur Kunstgalerie.

Und zusammengenommen macht das einfach viel Spaß, die Stadt ganz nach eigenem Gusto und Tempo zu entdecken. Sich treiben lassen ist kein Problem – großartig verlaufen kann man sich in den Innenstadtvierteln Madrids nicht. Und wenn, dann entdeckt man garantiert eine spannende Kunstausstellung oder ein Restaurant, das man auf einem im Stadtführer beschriebenen Weg bestimmt übersehen hätte.

 

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